09 Jul Eine erfreuliche Nachricht für die Schausteller und Beschicker des Pützchens Marktes:
Bonner Stadtrat beschließt – vorbehaltlich der noch anstehenden Beratung in der Bezirksvertretung Beuel – eine Senkung der Markttarife (Standgelder) um durchschnittlich rund 9,5 Prozent …
In seiner öffentlichen Sitzung 3. Juli 2025 hat der Bonner Stadtrat mit großer Mehrheit dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, u.a. die Markttarife für den Pützchens Markt 2025 und 2026 um rund 9,5 Prozent zu senken. Dieser Beschluss steht derzeit noch unter dem Vorbehalt der noch anstehenden Beratung (Anhörung) in der Bezirksvertretung Beuel am 27.08.2025.
Zum Hintergrund: Das Marktamt als kostenrechnende Einrichtung legt dem Rat alle zwei Jahre eine neue Entgeltkalkulation vor, die die voraussichtlichen Kosten umfasst, die von den Schaustellern in den beiden Jahren zu tragen sind. Hierbei wurde nunmehr ein wegweisendes Urteil des Verwaltungsgerichts Minden vom 26.05.2021 berücksichtigt, wonach nur Kostenpositionen bei der Kalkulation berücksichtigt werden dürfen, die auf die für die Durchführung der Veranstaltung notwendigen Versorgungseinrichtungen und -leistungen zurückgehen und damit den Beschickern unmittelbar wirtschaftlich zugutekommen. Außerdem dürfen Kosten für die Werbung den Teilnehmern nur zu 25 Prozent angelastet werden.
Das bedeutet damit auch, dass damit die anderen Kosten, die nicht für die Durchführung der Veranstaltung zwingend notwendig sind und somit freiwillig umgesetzt werden, nicht in die Entgeltkalkulation für die Standgelder einbezogen werden dürfen.
Konkret heißt dies, dass diese Kosten vom allgemeinen Haushalt zu tragen sind.
Der Freundeskreis Pützchens Markt begrüßt diese Entscheidung des Rates zur Senkung der Standgelder ausdrücklich.
Hierdurch bleibt der Pützchens Markt im Vergleich zu den anderen großen Volksfesten in der Republik attraktiv für die Schausteller und konkurrenzfähig im Vergleich zu anderen Top Veranstaltungen.
„Soweit hier der allgemeine Haushalt der Stadt einspringt, darf nicht vergessen werden, dass die Stadt durch diese Veranstaltung durch die sogenannte Umwegsrendite erhebliche Mehreinnahmen erzielt, die die Zusatzkosten bei Weitem mehr als ausgleichen“, so der 1. Vorsitzende des Freundeskreis Pützchens Markt, Harald Borchert.